Drei Uhr morgens

Drei Uhr morgens. Die Welt ist dunkel. Die Welt ist still. Ich stehe in einem übergrossen T-Shirt barfuss auf dem Balkon und ziehe an meiner Zigarette. Wer jetzt glaubt, ich rauche gemütlich, nachdem ich gerade Nachhause gekommen bin, täuscht sich. Ich habe meine Wohnung heute gar nicht verlassen. Weiterlesen

Für immer verloren? (2|2)

Du hast Teil 1 der Geschichte verpasst? Dann schau zuerst hier nach: Für immer verloren? (1|2)
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Mit angehaltenem Atem starre ich den Receptionisten an und warte darauf, dass er mir mehr als nur mit einem Nicken antwortet. Er schaut auf seine Hände und weicht meinem Blick aus. Es kommt mir wie eine Unendlichkeit vor, als er endlich antwortet: «Ja, er war hier. Er hat eine Woche bei uns übernachtet.» Weiterlesen

Für immer verloren? (1|2)

Ich steige die Aussentreppe hinunter und die warme Luft hüllt mich sofort ein. Zum Glück habe ich meinen Wintermantel nicht mehr angezogen. Ich sehe mich auf dem Flugplatz um, kann jedoch nicht viel Interessantes entdecken. Vor mir ragt das imposante, moderne Gebäude des Flughafens von Marrakesch auf. Ich bin etwas überrascht und schäme mich im selben Moment ein wenig dafür, dass ich mir das Flughafengebäude heruntergekommener vorgestellt habe. Weiterlesen

Zurück in die Kindheit

Die Strasse kommt mir nicht bekannt vor. Ich weiss überhaupt nicht, wo ich bin. Wie kann das passieren? Ich bin wie immer mittags von der Schule los gelaufen, um nach Hause zu gehen. Im Moment erkenne ich jedoch weder meine Umgebung wieder, noch weiss ich, was für Zeit es ist. Bestimmt bin ich wieder so in meinen Tagträumen versunken gewesen, dass ich irgendwohin gelaufen bin, ohne mich zu achten, wo ich bin. Weiterlesen

Schlaflos

Ich bin erschöpft. Es ist ein anstrengender Tag gewesen und alles, was ich will, ist in einen tiefen traumlosen Schlaf zu fallen. Ich lasse mich auf meine Matratze sinken, kuschele mich in die Decke ein und lösche das Licht. Einen letzten Blick auf meinen Wecker zeigt mir, dass es 23:03 Uhr ist. Die Müdigkeit legt sich wie ein Schleier über mich und ich schliesse die Augen. Meine Glieder werden langsam schwerer und ich spüre, wie ich mich entspanne. Ich warte darauf, ins Nichts abzugleiten und erst in einigen Stunden wieder daraus aufzutauchen. Weiterlesen